«ENERGIEFASSADE»

Was Gebäude zum Klimaschutz beitragen können

Die „Energiefassade“ hat das Potenzial, das Bauwesen weiträumig zu revolutionieren. Das zeigen die unzähligen Arbeiten, Prüfergebnisse und Musterfassaden, die Towern3000 mit dem Forschungsinstitut AEE INTEC als seinem Technologiepartner in jahrelanger Forschungsarbeit zusammengetragen hat. Die Energieoptimierung und Energieverteilung über die Außenhülle von Gebäuden ist im Grunde genommen nicht nur die naheliegendste, sondern vor allem die logischste Antwort auf die Notwendigkeit einer ökologischen, nachhaltigen Bauweise. Die Technologie ist da, eine Vielzahl an Gebäuden ebenso. Denn die intelligente Energiefassade ist nicht nur für den Neubau interessant, sondern bringt auch in der Bestandsgebäudeaktivierung, sprich Sanierung, eine ökologische Aufwertung.

Ob in Einzelkomponenten oder als Modulbauweise, in Holz oder Metall ausgeführt: Die Energiefassade ist ein hochinteressantes System, das einen erheblichen ökologischen Mehrwert bietet, weil die Gebäudehülle über ihren Kernzweck hinaus quasi als «Energieträger» genutzt wird. Diesen Mehrwert kann die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) ebenso generieren wie ein WDVS-System, und für die Neuerrichtung von Betriebsanlagen hat das Konzept ebenso Relevanz wie für die Sanierung von Wohnhäusern. Kühlen und Heizen kann über ein System erfolgen.

Der Clou liegt darin, dass es sich um ein offenes System handelt, an welches weitere Technologien anschließen können, und dass die Umsetzung trotz Hochtechnologie super einfach ist.

Begonnen hat alles bereits vor 20 Jahren, als ich zum ersten Mal auf die Technik der vorgehängten hinterlüfteten Fassaden (VHF) stieß. Zahlreiche unterschiedlich gelagerte Praxisprojekte im Neu- und Sanierungsbau und themenbezogene Forschungsarbeiten später ergab sich ein gemeinsames Projekt mit dem Forschungsinstitut AEE INTEC. Ein weiterer Meilenstein war erreicht, denn AEE INTEC zählt zu den führenden europäischen Instituten der angewandten Forschung auf dem Gebiet erneuerbarer Energie und Ressourceneffizienz.

Die Bündelung der Erfahrung, die Kombination aus Forschung und Praxis sowie unsere über zehn Jahre lang durchgeführten Prüf- und Testdurchgänge in unterschiedlichsten Aufbauten, Simulationen und Musterfassaden unter Einbeziehung der von AEE INTEC mit hochaufgelösten Messkanälen und Sensoren auf verschiedensten Prüfständen erfassten Daten zeigten uns schlussendlich die Möglichkeiten, wie sich die Außenwände eines Gebäudes effizient für das Beheizen und Kühlen nutzen lassen. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass sich nicht nur Gebäude der 1960er bis 1980er aufgrund des Ziegelmauerwerkes gut als energieaktive Fassade eignen, sondern auch der Massivbau, wie beispielsweise Stahlbeton- und Mischbauwerke. Optimal lässt sich die Technologie auch im Bereich Hallenbau implementieren, beispielsweise bei Produktions- oder Lagerhallen; hier sind die Möglichkeiten zur Energieoptimierung ebenso spannend.

ENORMES SPEICHERPOTENZIAL

Ein weiterer Vorteil der aktiven Energiefassade ist es, dass sie Gebäude und Wände als thermischer Speicher nutzbar macht. Durch diese Bauteilaktivierung wird es möglich, den fluktuierenden Wind- und Solarstrom genau dann in Wärmepumpen zu nutzen, wenn er in großen Mengen verfügbar ist. Im Vergleich zu bestehenden Radiatorheizungen ist die maximale Speicherkapazität mehr als zehnmal so hoch. Demensprechend länger sind die Zeiträume, die ohne weitere Wärmezufuhr überbrückt werden können – je nach Behaglichkeitsempfinden sind sogar mehrere Tage möglich. In Österreich gibt es mehr als 600.000 geeignete Wohnungen mit zusammen 26 Millionen Quadratmetern Fassadenflächen. Würde man diese mit Energiefassaden sanieren, erhielte man einen thermischen Kurzzeitspeicher mit einer Kapazität von 31,2 GWh(th). Damit ließe sich beispielsweise eine Stunde lang die Energie aus mehr als 6.000 großen Windkraftanlagen aufnehmen.

OPTIMALE ENERGIENUTZUNG

Im Rahmen der Forschungsprojekte wurde auch die Grundlage für die Auslegung des Fassaden-Heizsystems in der Praxis geschaffen. Das Ergebnis sind Auslegungsdiagramme für verschiedene Typen von Bestandsfassaden (z.B. Stahlbeton oder Hohllochziegel oder Vollziegel), wie man sie z.B. von Fußbodenheizungen kennt. Individuelle Anpassungen sind dabei ebenso möglich, wie z.B. die Auslegung einzelner Wandzonen für höhere Leistungen, um beispielsweise ein Badezimmer stärker zu heizen.

SEIEN SIE TEIL DER WENDE!

Mit unserem Fokusthema Energiefassade will Towern3000 nicht nur Produzenten ansprechen, die ihr Leistungsportfolio um dieses Angebot erweitern wollen, vielmehr möchten wir Unternehmen mobilisieren, die sich aktiv für ökologisches Bauen und ein für die Zukunft tragfähiges Bauwesen im Allgemeinen engagieren und an der Technologie teilnehmen wollen. Unser Ziel ist es, die Baubranche zu «energetisieren» und unter ein Dach zu bringen – von den Bauteile produzierenden Unternehmen (Wärmedämmung, Unterkonstruktionen, Holzleimbinder etc.) bis zu den Energielieferanten (Photovoltaik, Windkraft, Luftwasserwärmepumpe, Biomasse, Fernwärme und Kühlung, Stromanbieter etc.). Von den Handwerksbetrieben (Holz-, Metallbau, Elektrotechnik, Haustechnik etc.) bis zu den Dienstleistern (Architekten, Fachplaner, Gebäudedigitalisierung, Hardware und Software, Abrechnungssysteme, Finanzierungsdienstleister etc.).

Sie sind daran interessiert, Lizenznehmer zu sein, oder haben eine Idee, wie Sie mitwirken können? Wir freuen uns, wenn Sie sich angesprochen fühlen! Mit den ersten Projekten werden wir auf dem österreichischen Markt mit österreichischen Partnern starten.

Es ist Zeit, die Dinge anzupacken.
Deshalb: Tauschen wir uns aus und werden wir gemeinsam aktiv! Denn ob’s morgen besser wird, bestimmt das, was wir heute tun. Wir freuen uns auf Sie!

Wir freuen uns, Sie persönlich beraten zu dürfen.

Sie möchten mehr erfahren? Kontaktieren Sie uns unter: info@towern3000.at
Bericht: Thomas Buchsteiner TOWERN3000